Die Insel der Gänse

Lange Zeit unberührt von den ausschweifenden Freilandaktivitäten der Städter blieb eine kleine malerische Insel in der Alten Donau. Zu unwegsam war die dschungelartig überwucherte Insel anfänglich, sodass auf ihr Rehe und Niederwild entsprechend ungestört ihren Lebensraum entfalten konnten.

Aber von Menschen gänzlich ungenützt war sie doch nicht, denn sie erwies sich schon seit längerem für die Bauern der Umgebung als idealer Weideplatz für ihre Gänse. Das von seinen Besitzern mit Farbtupfern markierte Federvieh bevölkerte das Wasser und die Strände der Insel scharenweise. Die schnatternden Gänse am ’Haufen’, Wienerisch für ’angeschwemmte Insel’, gaben im Volksmund alsbald der Insel ihren ursprünglichen Namen ’Gänsehaufen’. Der Wiener drückt im Dialekt nicht selten seine Zuneigung durch eine Verkleinerungsform aus, wodurch mit steigender Beliebtheit aus dem ’Haufen’ das gängige ’Gänsehäufel’ wurde.

 
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