Wildnis Wasserwald

Die Donau zeichnete sich über Jahrhunderte durch wechselnde Fließgeschwindigkeiten, schwankende Wasser- und enorme Geschiebemengen als dynamischer Wildwasserfluss aus.

Die Wiesen östlich von Wien bildeten im Mittelalter bei größeren Flutungen eine Art Auffangbecken, wodurch kleinere Auen entstanden. Der Begriff ’Au’ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezeichnete ’feuchtes Wiesenland’.

Bei Niedrigwasser entwickelte sich eine üppige Vegetation. Aus urwüchsigen Wiesen wurden urwaldähnliche Wälder. Bei Hochwasser hemmten die dicht bewachsenen Inseln im verzweigten Donaustrom den Abfluss, wodurch er sich aufstaute und Teile von Wien überschwemmte.

Von der Wiener Pforte an verzweigte sich die Donau in fünf Flussarme. Einer der stärksten entsprach dem heutigen ’Donaukanal’, ein weiterer dem Verlauf der heutigen ’Alten Donau’. Dieser war ab dem 18. Jahrhundert die Hauptroute des Schiffverkehrs!

Dass die Donau aus der Sicht der bedrohten Anrainer reguliert werden sollte, war schon lange klar. An den Launen des Stromes bissen sich jedoch Generationen von Flussbautechnikern die Zähne aus. Die Donau wollte sich einfach nicht zähmen lassen!

Das Frühjahrshochwasser 1862 brachte die Wende. Es richtete derart verheerende Schäden an, dass eine umfassende Regulierung der Donau zur absoluten Notwendigkeit wurde. Also bestellte der Kaiser 1864 eine Kommission zur Donauregulierung.

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