Die Wienerinnen & Wiener an 'ihrem' Lido

Den südlichen Flair eines Mittelmeerstrandes verbreiteten im Gänsehäufel Strandkörbe und Rattanliegen ebenso wie die bunt-gestreiften Umkleidezelte und die luftig-weiß gekleideten Aufseher mit ihren Strohhüten und Sombreros.

In allen Bädern der Insel sorgten Restaurants, Cafès und Milchtrinkhallen für Speis und Trank sowie für die 'mediterrane Ausgelassenheit' und den guten Ton Musikkapellen, die in 'Salettln' musizierten. In den Pausen gab es später bereits erste Schallplattenübertragungen via Lautsprecher!

Sehr beliebt waren die 'Wunschkonzerte', eine Spezialität im damaligen kulturellen Treiben Wiens, die auf die Salonmusik lange vor der Jahrhundertwende zurückgeht. Dabei spielten die Musiker auf Zuruf, bestärkt durch versteckt zugewendete Geldscheine, die Lieblingsmelodien des Publikums.

Bei Sommernachtsfesten spielten im mit Tausenden Lämpchen und Lampions geschmückten Strandbad gleichzeitig mehrere Kapellen auf.

 

Kollossale Wasserfeuerwerke erzeugten vor staunenden Massen einen wahren Lichterrausch, und im 'Strandzirkus' begeisterten die Wiener Bühnenlieblinge ihr Publikum mit 'Schmähs, Conferencen und Couplets' – der charmanten Wiener Variante eines Stehgreif-Varietés.

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