Wenn die blaue Fahne winkt ...

Die Badeanlage im Gänsehäufel war ursprünglich für nur 666 Besucher geplant. Auch der Ausbau für insgesamt 2.700 Personen im Folgejahr, für 7.200 im Jahr 1913 sowie nach dem Ersten Weltkrieg für 20.000 Badegäste am Tag konnte mit dem Besucheransturm kaum mithalten.

Oft genug wurden die Sonnenhungrigen auch enttäuscht. Wenn bereits am Praterstern, dem Ausgangspunkt der Straßenbahnlinie 24, oder an anderen Anfahrtsrouten auf einer hohen Fahnenstange die blaue Fahne zum Zeichen der Überfüllung des Bades winkte. Nun hieß es warten oder umkehren. Viele entschieden sich für Ersteres, denn anfangs war die Badezeit für jeden Gast auf zwei Stunden beschränkt!

Von der Tramway-Haltestelle zur Insel führten private und auch eine städtische Fähre, die rund 100 Personen gleichzeitig fasste. 1910 war aber auch sie dem Andrang nicht mehr gewachsen. Daher wurde für die Fußgänger ein Schwimmsteg errichtet. Fuhrwerke und schwere Lasten wurden weiter per Fähre transportiert.

 

Bereits am Kaisermühlener Ufer konnten die Badekarten gelöst werden. Eine geradlinige Allee führte zum Hauptgebäude des Strandbades mit den Kassen und Eingängen. Im Eintrittspreis inkludiert war zu Beginn auch jeweils ein Handtuch. Gegen Aufpreis erhielt man von der Bäderverwaltung saubere Badewäsche ausgehändigt, die dann beim Verlassen des Bades wieder abzugeben war.


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